„ Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen.“

Konrad Lorenz


Sollen wir unseren Hund ausbilden?

Diese Frage muss in jedem Fall mit „Ja“ beantwortet werden. Jeder, der sich einen Hund zulegt, ganz gleich, ob Rassehund oder nicht, ob groß oder klein, erwartet sich von diesem uns nahe stehenden Lebewesen irgendetwas Positives.
Durch die heutige Umwelt bedingt, können wir dem Hund nur mehr in geringem Masse das bieten, was er braucht und ihm auch Freude macht. Ersatzweise, wenn auch nicht vollwertig, bietet sich nun hier die Ausbildung an.
Die OG Stuttgart – Nord bietet hierzu neben der klassischen Schutzhundeausbildung ( SchH, VPG ), die Ausbildung zum Fährtenhund , Breitensport sowie das „ Augsburger Modell“ ( Erziehungskurs f. alle Hunderassen ) an. Lizenzierte Ausbildungsleiter stehen Ihnen bei der Ausbildung mit Rat und Tat zur Seite und begleiten die Hundeführer mit ihren Hunden bis zu den jeweiligen Prüfungen.

Der Schutzhundesport setzt sich aus 3 Abteilungen zusammen:

Abt. A Fährten
Während der Mensch den größten Teil seiner Umwelt durch das Auge wahrnimmt, ist der ausgeprägteste Sinn des Hundes der Geruchssinn, d.h. der Hund „sieht“ den größten Teil seiner Umwelt mit der Nase.
Hier ein paar wissenschaftliche Zahlen die dies belegen:
Eigentliches Riechorgan ist die Riechschleimhaut. Beim Menschen hat diese Schleimhaut ein Volumen von ca. 5 ccm, beim Hund ca. 150 ccm. Der Hund kann z.B. Buttersäure ca. 1 Million mal besser wahrnehmen als der Mensch
(1 Tropfen Buttersäure in einem Lehrschwimmbecken). Im Gegensatz zum Mensch kann der Hund Duftgemische selektieren, d.h. er kann Teilkomponenten analysieren, speichern und später wiedererkennen. Der Mensch ist in der Lage ca. 2000 Gerüche zu speichern, der Hund dagegen 70.000. Mit einem Atemzug kann der Hund ca. 50 Gerüche analysieren.
Bei der Sporthundeausbildung werden Fährten in eine Wiese oder einen Acker gelegt. Dies bedeutet, dass eine Person über die Wiese geht und mindestens 2 Gegenstände (Brieftasche o.ä.) auf dem Fährtenverlauf verliert. Je nach Prüfungsstufe hat die Fährte eine Länge von 400-2000 Schritten. Das Alter einer Fährte hängt ebenfalls von der Prüfungsstufe ab. Bei der schwersten Fährte, der sog. FH II, beträgt das Alter 3 Stunden. Dem Hund wird beigebracht, die oben beschriebene Fährte an einer 10m langen Leine abzusuchen. Die durch den Fährtenleger verlorenen Gegenstände muss der Hund durch verharren oder aufnehmen seinem Hundeführer anzeigen.
   


Abt. B: Unterordnung / Gehorsam
Bei dieser Säule geht es darum, dem Hund die Kommandos Fuß, Sitz, Platz/Hier, Steh, Bring, Voraus, beizubringen.

  

 

Abt. C: Schutzdienst
Im Gegensatz zur Polizeihundeausbildung werden unsere Hunde nur darauf ausgebildet in einen sogenannten Schutzärmel zu beißen. Ohne diesen Schutzärmel würden unsere Hunde weder bellen noch beißen, da sie mit solchen Situationen noch nie konfrontiert wurden.
Ein besonderes Augenmerk in der Sporthundeausbildung wird auf den Gehorsam im Schutzdienst gelegt. Das heißt, dass der Hund einen stehenden Scheintäter nur verbellen und nicht beißen darf. Ebenso muss der Hund, wenn er einen Scheinangriff durch zufassen vereitelt hat, auf das Kommando „aus“ sofort vom Schutzärmel ablassen.

      


Breitensport

Sportliche Betätigung in der Gruppe mit dem Hund - egal welche Rasse, Größe, Alter oder ähnlichem - mit dem Ziel des Grundgehorsames und der Verträglichkeit der Hunde untereinander. Auch das richtige und rücksichtsvolle Verhalten im Straßenverkehr wird hier gelernt.
Die Familienhunde und deren Halter erhalten eine fachkundige Ausbildung. Ziel ist es, dass der Hundeführer und sein Hund ein Team bilden. Wer hier seine Aufgaben gut bewältigt, dem steht eine Teilnahme an der Begleithundeprüfung nichts mehr im Wege.

Augsburger Modell

Erziehungskurs für alle Hunderassen ( Mindestalter 12 Monate ) über 10 Stunden. Neben praktischen Übungen ( Sitz, Platz, usw. ) wollen wir den Hundebesitzern ein Basiswissen über das Verhalten ihrer Hunde vermitteln.
Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht erforderlich.


Trainingszeiten :
Donnerstag ab 18.30 Uhr Schutzdienst
Samstag ab 14.30 Uhr Augsburger Modell  ab 15.30 Uhr Unterordnung / Schutzdienst
Sonntag ab 08.00 Uhr Fährte / Unterordnung / Schutzdienst

Für das Jahr 2010 sind wieder Besuche im Haus St. Ulrich geplant.Die Hunde können gestreichelt werden oder führen kleine Kunststücke vor und begeistern so alle Bewohner Bilder dazu finden Sie demnächst in unserem Fotoalbum) 

Beim Besuch von Schulklassen möchten wir den Kindern Verhaltensregeln im Umgang mit dem Hund aufzeigen und ihnen so die Körpersprache der Hunde und deren Verhaltensweise näher bringen.

Aber nicht nur Sport und Ausbildung stehen bei uns im Vordergrund, auch das Vereinsleben kommt  nicht zu kurz. Vereinsausflug, Grillfest, Weihnachtsfeier, einfach den Alltag vergessen.

Kommen Sie einfach mal vorbei und lassen sich beraten vom Verein f. Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Stuttgart – Nord